DANKE!
Die diesjährige Fasentsaison war kurz und knackig - und trotzdem prall gefüllt mit schönen närrischen Momenten. Allen, die dazu beigetragen haben, sei es mit närrischen Beiträgen auf der Bühne, musikalischen Tönen, Kostüme für den Schmutzigen und Umzug geschneidert und auf die Straße gebracht haben oder einfach nur tatkräftig ihre Arbeitsdienste geleistet haben, möchten wir an dieser Stelle auf das herzlichste danken.

Das närrische Brauchtum wurde auch 2026 hochgehalten, was gerade in ernsten Zeiten wichtig ist. Denn die Fasent mit ihrem Frohsinn verbindet und zaubert stets ein Lachen ins Gesicht. Deshalb dürfen wir voller Vorfreude schon auf die nächste Fasentsaison blicken, in der die Fasentzunft Schergässler ihr 70-jähriges Bestehen feiern wird. S´goht dagege!
Fasend statt Fasent und Tränen am Abend!
Nach einer schönen Kinderfasent am Fasentmontag wartete am Fasentdienstag ein "Zückerle" auf die Schergässler. Erstmalig steuerte der Bus die Narrenhochburg Zell am Harmersbach an.
Die Oberen der Narrenzunft Zell begrüßten mit dem für Zell üblichen "Hoorig" und sorgten für einen herzlichen Empfang. Der Wettergott tobte sich zum Glück kurz vor dem Umzug mit einem satten Regenschauer nochmals richtig aus, war den Närrinnen und Narren beim Umzug mit anschließenden Narrentreiben im historischen Stadtkern dann aber hold. Die traditionsreiche Fasend in Zell kann als tolle letzte Ausfahrt in dieser Fasentsaison verbucht werden, die richtig Laune gemacht hat.
Bildergalerie: Umzug Zell a. H.
Entsprechend schwer, fiel den Schergässlern der Abschied von der Fasent am Abend. Um 20 Uhr versammelte sich die Reichenbacher Narrenschar nochmals rund um den Narrenbaum am Lindenplatz, wohlwissend, was kommen wird: die Fasentverbrennung. Alle lauschten mit Tränen in den Augen den Worten des tollen Baronspaars Matthias I. und Laura I. bevor die Fasent in Flammen aufging. Danach zog es die Narrenschar nochmals in den - zwischenzeitlich wieder gut mit Strom versorgten - Nörgler. Mit Rollmöpsen und einem letzten Glas Bier oder Wein, wurde nochmals auf die schöne Fasentsaison angestossen bevor gegen Mitternacht die Fasentzeit endgültig zu Ende ging.
Bildergalerie: Fasentverbrennung
Fasentsonntagsumzug strömt durch Richebach ...
Obwohl die Schergässler erst nach Mitternacht vom stimmungsvollen Nachtumzug - mit Feuerwerk - aus Oberwinden heimkehrten, waren am nächsten Morgen alle am Start, um selbst die Gastgeberrolle einzunehmen. Der Umzug im eigenen Dorf stand an und war einmal mehr sehenswert. Zünfte aus nah und fern, Musiken und natürlich die Reichenbacher Dorffasentgruppen machten den Umzug zu einem tollen Erlebnis für die Zuschauer. Mehrere tausend davon säumten die Umzugsstrecke entlang der Hauptstraße. Zum Glück spielte an diesem Nachmittag auch das Wetter mit - die Stimmung war bestens! Die Reichenbacher Vereine und einige Foodtrucks sorgten für das leibliche Wohl bis spät in den Abend hinein, der eine weniger schöne Überraschung für die Narren parat hielt. Kurz vor 20 Uhr sorgte ein Schaden an einer Hauptzuleitung vor dem Wachthiisli großflächig für Stromprobleme in und rund um die Schergaß. Das Zunftlokal Nörgler musste aus Sicherheitsgründen den Betrieb einstellen. Die kleineren Buden stellten sich mit Stromaggregaten schnell auf die neue Situation ein, so dass das närrische Treiben in etwas reduzierter Form weitergehen konnte. Schnell reagierte auch der regionale Stromversorger, das E-Werk Mittelbaden, die die Störung mit Grabarbeiten bereits gegen 23 Uhr wieder behoben hatten. Zu spät, um dem Nörgler an diesem Tag noch einmal Leben einzuhauchen. Trotz des für die Schergässler großen Wermutstropfens, war der Fasentsonntag in Reichenbach wieder ein schön närrisches Erlebnis. Das fasnachtliche Brauchtum wurde mit viel närrischem Herzblut zelebriert, wie die Bildergalerie beweist.
Bildergalerie: Fasentsonntagsumzug Reichenbach